So funktioniert es
Ein Konto besteht aus einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Sie laden ein Guthaben auf — mindestens 20 $ — in Bitcoin, Monero, Ethereum, Litecoin, TRON, Solana oder Tether auf ERC-20 oder TRC-20 und geben es dann pro Bestellung aus. Sie wählen einen Zielservice und ein Land, optional einen Anbieter, und die Plattform stellt Ihnen eine Nummer bereit; der Code landet im Browser. Mietnummern behalten dieselbe Nummer für 7, 14 oder 30 Tage und nehmen unbegrenzt eingehende SMS von jedem Absender an. Die mobilen Proxys sind ein eigenes Produkt auf demselben Guthaben: Laut Betreiber ist jeder ein dediziertes 5G-Modem mit eigener SIM-Karte im eigenen Rack, statt eines Anteils an einem gemeinsamen Pool. Eine REST-API stellt den Katalog und das Guthaben per Code bereit, mit dem Token in einem Header.
KYC & Datenschutz
Nichts im Ablauf fragt, wer Sie sind. Das Anmeldeformular verlangt eine E-Mail-Adresse und ein Passwort; es gibt kein Namensfeld, keinen Dokumenten-Upload und keine eigene Telefonnummer, und bezahlt wird ausschließlich mit Kryptowährung, sodass beim Einzahlen keine Karten- oder Bankspur entsteht. Es werden keine IP-Adressen gespeichert — damit entfällt der Identifikator, den die meisten Anbieter dieser Kategorie reflexhaft behalten und selten erwähnen. Was bleibt, ist die E-Mail-Adresse: ein dauerhaftes Kennzeichen, das an die Bestellhistorie gebunden ist, und der Kanal, über den das Konto wiederhergestellt wird. Genau diese eine Tatsache stuft den Dienst auf L2 · diskret ein und nicht auf L1, wo ein Dienst gar nichts verlangen dürfte. Es gibt keinen .onion-Spiegel, die Netzwerkebene bleibt also die eigene Sache der Leser.
Stärken und Grenzen
Die Abrechnungsregel ist der Teil, den man sich abschauen sollte: Eine Nummer, die keine Nachricht empfängt, wird nie berechnet, und das Guthaben kommt von selbst zurück statt über eine Support-Warteschlange. Die Abdeckung ist der andere Pluspunkt. 145 Länder mit benannten Mobilfunkanbietern und Echtzeit-Bestand ergeben einen tiefen Katalog für einen so jungen Dienst, Monero wird direkt angenommen statt an der Tür umgewandelt, und die Preise lassen sich über die API ohne Konto einsehen — der Katalog kann von jedem geprüft werden, bevor auch nur ein Cent bewegt wird. Die Grenzen sind struktureller, nicht verhaltensbedingter Art. Das Guthaben ist eine Einbahnstraße: Der Betreiber erklärt unmissverständlich, dass Guthaben nicht abgehoben oder an eine Wallet zurücküberwiesen werden kann, sodass die 20-$-Untergrenze Geld ist, das dem Katalog verpflichtet und nicht dort geparkt ist. Mietnummern werden nach Laufzeit verkauft und nicht erstattet, wenn nichts eingeht, was nachvollziehbar ist und trotzdem Nutzer überrascht. Und der Stack ist geschlossen, ungeprüft und wird von einer nicht genannten Instanz betrieben — die übliche Haltung in diesem Markt, die aber jede Zusage auf der Seite zur Behauptung statt zum Nachweis macht.
Fazit
Die Note wird durch Alter und Undurchsichtigkeit gedrückt, nicht durch das Verhalten. Zu lesen ist das als junger Katalog, der sich korrekt verhält und dies unter Druck noch nicht beweisen musste.
C · 6,2 und trusted: Hier ist nichts falsch, und fast nichts ist bislang bewiesen. Der Dienst passt zu jemandem, der einen tiefen Katalog, eine ehrliche Erstattungsregel und keine Identitätsspur will, und der akzeptiert, dass hinter den Datenschutzzusagen nur das Wort des Betreibers steht. Für alle, die ein Audit, einen Onion-Dienst oder ihr Geld zurück brauchen, ist es nicht die richtige Wahl.
